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Nguyễn Ngọc Châu (geb. 1958) stammte aus Saigon, wo er als Lehrer tätig gewesen war. 1979 wagte er als Kriegsflüchtling die Fahrt über das Chinesische Meer. In Deutschland wurden diese Flüchtlinge bald als „Boat people“ bekannt. In der Bundesrepublik wollte Châu ein neues Leben beginnen, ehe es ihm durch den rassistischen Anschlag der Deutschen Aktionsgruppen jäh genommen wurde.
Mit großen Erwartungen waren 1975 tausende Algerier als Arbeitskräfte und zur Ausbildung in die DDR gekommen, 150 davon nach Erfurt. Die meist jungen Männer trafen auf Vorurteile in der Bevölkerung und sahen sich verbalen sowie tätlichen Angriffen ausgesetzt, wehrten sich jedoch auch und gingen Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg. Die Ausschreitungen in Erfurt verbreiteten Angst unter den Arbeitsmigranten aus Nordafrika. Sie versuchten, sich zu vernetzen. Letztlich blieben nahezu alle nur wenige Jahre in der DDR und wurden teilweise abgeschoben – eine Integration war nicht gewollt.
US-Soldat Howard B. (geb. 1955) war ein amerikanischer GI, der in Westdeutschland stationiert war. Er wurde in Darmstadt Opfer von einem Sprengstoffanschlag, der durch die Hepp-Kexel-Gruppe verübt worden war und erlitt schwere Verletzungen. Auch in Butzbach und Frankfurt kam es zu Anschlägen auf GIs. Dass keiner der US-Soldaten verstarb, war bloßer Zufall bzw. pures Glück.
Mehmet Turgut wurde am 25. Februar 2004 in Rostock-Toitenwinkel das fünfte Opfer der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Er wurde von Mitgliedern der Gruppe aus rassistischen Motiven erschossen, als er aushilfsweise in einem Dönerimbiss arbeitete. Der 25-Jährige war zu diesem Zeitpunkt erst seit wenigen Tagen in der Stadt und versuchte, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen, nachdem er bereits zwei Mal abgeschoben worden war.
Martin A. wollte nach eigenen Angaben schon als Kind Polizist werden. Nach seiner Ausbildung trat er im April 2007 seinen Dienst bei der Polizei Baden-Württemberg an. Am 25. April 2007 wurde er bei dem Anschlag in Heilbronn an seinem ersten Arbeitstag schwer verletzt. Die Folgen des Angriffs prägen sein Leben bis heute. Statt im Streifendienst arbeitet er inzwischen im Innendienst.
US-Soldat Ricky S. (geb. 1962) war ein amerikanischer GI, der in Westdeutschland stationiert war. Er wurde in Butzbach Opfer von einem Sprengstoffanschlag, der durch die Hepp-Kexel-Gruppe verübt worden war und erlitt schwere Verletzungen. Auch in Darmstadt und Frankfurt kam es zu Anschlägen auf GIs. Dass keiner der US-Soldaten verstarb, war bloßer Zufall bzw. pures Glück.
Michéle Kiesewetter wurde am 10. Oktober 1984 in Oberweißbach im Thüringer Wald geboren und wuchs in einer Polizeifamilie auf. 2004 trat sie ihren Dienst als Polizeibeamtin in Heilbronn an, wo sie für ihre Zuverlässigkeit und ihren engagierten Einsatz im Team sehr geschätzt war, bevor sie am 25. April 2007 von Mitgliedern des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) ermordet wurde.
Đỗ Anh Lân (geb. 1962) stammte aus Saigon. Er besaß chinesische Wurzeln. 1979 wagte er als Kriegsflüchtling die Fahrt über das Chinesische Meer. In Deutschland wurden diese Flüchtlinge bald als „Boat people“ bekannt. In der Bundesrepublik wollte Lân ein neues Leben beginnen, ehe es ihm durch den rassistischen Anschlag der Deutschen Aktionsgruppen jäh genommen wurde.
Über Tage waren Asylsuchende und Menschen aus Vietnam rassistischer Massengewalt durch das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen ausgesetzt. Die Asylsuchenden, viele davon aus Rumänien und Angehörige der Minderheit der Roma, wurden erst nach 43 Stunden voller Angst evakuiert. Die Vietnames*innen mussten ihr Leben noch weiter selbst verteidigen und über das Dach flüchten, bis sie mit Bussen abtransportiert werden konnten.
Der Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden war singulär. Diese Tatsache wurde im rechtsextremen Lager jedoch vehement abgestritten. Die Geschichte der Shoah und ihrer Opfer sollte nicht erzählt werden. Stimmen, die eine aktive Erinnerung an die Grausamkeiten des NS-Systems bezweckten, sollten zum Schweigen gebracht oder zumindest eingeschüchtert werden und eine kritische Aufarbeitung der NS-Zeit verhindert werden.